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Interview transkribieren
Ein Interview von Hand abzutippen kostet rund vier bis sechs Stunden pro Stunde Audio. Automatische Transkription drückt das auf Minuten, aber was zurückkommt, ist Rohmaterial und kein fertiges Dokument: Die Arbeit verschiebt sich vom Tippen zum Prüfen.
Diese Anleitung deckt den ganzen Weg ab — was man schon bei der Aufnahme richtig machen sollte, wie man den Text bekommt, und was vor der Veröffentlichung eines wörtlichen Zitats zu kontrollieren ist.
Kostenlos transkribieren60 Minuten pro Monat kostenlos, ohne Karte und ohne Anmeldung zum Ausprobieren.
Schritt für Schritt
- Mit Blick auf die Zitate aufnehmenDas Mikrofon näher an die befragte Person legen als an sich selbst. Ein Telefon auf dem Tisch zwischen zwei Personen in einem ruhigen Raum funktioniert; dasselbe Telefon im Café nicht.
- Datei hochladen oder Link einfügenMP3, WAV, M4A und OGG funktionieren direkt, und eine Sprachnotiz vom Handy ist meist schon M4A. Wurde das Interview auf YouTube veröffentlicht, einfach den Link einfügen.
- Einmal gegen die Aufnahme lesenEigennamen, Funktionsbezeichnungen, Firmennamen, Zahlen und Fachbegriffe brechen bei automatischer Transkription zuerst. Und genau diese Stellen zitiert man am häufigsten.
- Auf das Verwertbare kürzenDas vollständige Transkript ist ein Suchindex, kein Entwurf. Behalte die Passagen, die du tatsächlich zitieren wirst, und arbeite mit denen weiter.
Was die Genauigkeit wirklich bestimmt
Die Aufnahmesituation wiegt weit schwerer als jede Einstellung. Zwei Personen in ähnlichem Abstand zum Mikrofon, in einem Raum ohne Musik und Verkehrslärm, werden nahezu fehlerfrei transkribiert. Dasselbe Gespräch im Restaurant verliert ganze Sätze, und wer weiter weg sitzt, verliert am meisten.
Wenn es nur einen Termin für das Interview gibt, steckt den Aufwand genau dort hinein: Ein ruhiger Raum und ein Mikrofon in der Tischmitte sind mehr wert als alles, was sich nachträglich reparieren lässt.
Die Sprecher trennst du selbst
Das Transkript kommt als durchgehender Text zurück. Es markiert nicht, wer spricht, ein Interview zu zweit erscheint also als ein einziger ununterbrochener Wortfluss. Beim Interview wiegt das schwerer als sonst, weil es genau darum geht, einen Satz einer Person zuzuordnen.
Ein Trick, der nichts kostet: Zu Beginn der Aufnahme beide Namen laut nennen, und den Namen des Gegenübers bei jedem Themenwechsel wiederholen. Diese Anker beschleunigen das nachträgliche Trennen erheblich. Fragen erkennt man ohnehin meist von selbst, weil sie die kurzen Redebeiträge sind.
Vom Transkript zum Artikel
Mit einem Konto lässt sich das Transkript direkt in eine Zusammenfassung oder einen Artikelentwurf umwandeln, was bei einem einstündigen Interview ein deutlich schnellerer Startpunkt ist als der Volltext.
Eine Regel gilt trotzdem immer: Jedes wörtliche Zitat vor der Veröffentlichung gegen die Aufnahme prüfen. Die Zusammenfassung liefert das Gerüst, aber was in Anführungszeichen steht, verantwortest du und nicht die Maschine.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein einstündiges Interview?
Meist ein paar Minuten. Die Seite liest zuerst die Länge der Datei aus und zeigt vor dem Start eine Schätzung an.
Kann ich das Transkript nach Sprechern getrennt bekommen?
Nein. Die Ausgabe ist durchgehender Text ohne Sprecherkennzeichnung, die Redebeiträge trennst du selbst.
Ist es genau genug für wörtliche Zitate?
Bei sauberem Audio ja, aber prüfe den exakten Wortlaut vor der Veröffentlichung gegen die Aufnahme. Eigennamen und Zahlen sind die häufigsten Fehler.
Und wenn das Interview in einer anderen Sprache ist?
Es wird in der gesprochenen Sprache transkribiert und nicht übersetzt, sofern du das nicht im Anschluss verlangst.
Kann ich ein Telefonat oder einen Videocall transkribieren?
Ja, wenn du es zuerst aufnimmst und die Datei hochlädst. Ein Gespräch ohne Hinweis an die andere Person aufzuzeichnen ist in vielen Ländern unzulässig, also vorher fragen.